Übertragungsnetz

Strom-Highway über weite Distanzen

Das Übertragungsnetz transportiert elektrische Energie mit Höchstspannung (220 kV und 380 kV) über große Distanzen. Es verbindet Großkraftwerke, Offshore-Windparks und Verteilnetze miteinander und gewährleistet einen großräumigen Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch. Das Übertragungsnetz ist die unsichtbare, aber alles entscheidende Infrastruktur, die ganze Volkswirtschaften am Laufen hält.

Welche Aufgaben übernimmt das Übertragungsnetz?

Es transportiert Strom über Hunderte Kilometer mit minimalen Verlusten, ermöglicht den europaweiten Stromaustausch, integriert große erneuerbare Erzeugungseinheiten und sichert die Netzstabilität durch Regelleistung. Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) sind für seinen Betrieb verantwortlich und koordinieren sich europaweit über ENTSO-E.

Wichtige Eigenschaften im Überblick

  • Höchstspannungen von 220 kV bis 765 kV
  • Großräumiger Lastausgleich zwischen Regionen
  • HGÜ-Leitungen (Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung) für sehr große Distanzen
  • Vermaschte Netzstruktur für hohe Redundanz
  • Integration europäischer Stromnetze über ENTSO-E
  • Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung für sehr lange Strecken
  • Engmaschige Vernetzung mit Nachbarländern für Versorgungssicherheit

Häufig gestellte Fragen

Was ist HGÜ und wo wird sie eingesetzt?

Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung wandelt Wechselstrom in Gleichstrom um, überträgt ihn über lange Distanzen mit sehr geringen Verlusten und transformiert ihn am Zielort zurück. HGÜ kommt vor allem bei Verbindungen über große Distanzen, See- und Erdkabel sowie der Anbindung von Offshore-Windparks zum Einsatz.

Wer betreibt das Übertragungsnetz in Deutschland?

Vier Übertragungsnetzbetreiber – 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW – sind für die jeweiligen Regelzonen verantwortlich. Sie sind verpflichtet, das Netz diskriminierungsfrei zu betreiben und arbeiten europaweit eng zusammen.

Wie wird das deutsche Übertragungsnetz ausgebaut?

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht regelmäßig den Netzentwicklungsplan, der den notwendigen Ausbau beschreibt. Großprojekte wie SuedLink, SuedOstLink und Ultranet sollen Windstrom aus Norddeutschland in die Lastzentren im Süden bringen. Genehmigung und Bau benötigen dabei viele Jahre.

Wie wird ein neues Übertragungskabel verlegt?

Erdkabel werden in Gräben oder mittels grabenloser Verfahren wie Horizontalbohrung verlegt. Für HGÜ-Verbindungen werden auch Seekabel eingesetzt. Die Verlegung ist genehmigungsintensiv und mit erheblichen Umweltauflagen verbunden. Moderne Verfahren reduzieren Eingriffe und beschleunigen die Bauzeit.

Für Projekte im Übertragungsnetz – etwa Großtransformatoren oder Spezialkomponenten für Höchstspannung – sind unsere Ingenieure Ihre Ansprechpartner. Kontaktieren Sie uns frühzeitig.